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Memory

Intro:
Memory ist der englischsprachige Begriff für „Gedächtnis / Speichern / sich erinnern“. Im gleichnamigen Spiel geht es um die Fähigkeit, sich Bilder zu merken und sie im nächsten Spielzug paarweise wiederzufinden. Schon kleine Kinder trainieren bei diesem Gedächtnisspiel ihr Denk- und Erinnerungsvermögen. Auch zu Therapiezwecken werden Versionen des Spiels verwendet.

Memory und seine Varianten

Aus historischen Aufzeichnungen geht hervor, dass das Spiel unter dem Markennamen Memory schon vor mehreren Jahrhunderten als Kai-Awase in Japan gespielt wurde. Das Spielprinzip des paarweisen Findens und Erinnerns wird seit dem 19. Jahrhundert mit „Pelmanism“ oder „Pairs“ in den USA und UK für Spielvariationen verwendet. Die Schweiz kennt es als „Zwillingsspiel“, andere, deutschsprachige Länder auch als „Punta“ oder „Merkfix“. Der Spielreiz beim Memory ist für die Mitspieler derart motivierend, dass seit den 1990er Jahren nationale und internationale Turniere durchgeführt werden. Eine neue Herausforderung ist die Variante, in welcher statt zwei identischer Karten drei aufgedeckt werden.

Schnell, spaßig, abwechslungsreich: Memory und seine Varianten

Der Markeninhaber des Namens Memory ist Ravensburger. Aber Varianten des Spiels gibt es für viele Themen, zum Beispiel „Zeitreise“, „Europa“, „Natur“ usw. Kinder im Vorschulalter finden in vielen Kartensammlungen ihre Lieblingshelden aus Comics wieder, Schüler dürfen sich an geographischen Themen, bei Dinokärtchen oder beschrifteten Paaren üben. Zu Therapiezwecken kann Memory den Patienten angepasst werden, bei „Zeitreise“ etwa durch Bilder / Fotografien aus der Jugendzeit Betroffener. Solche Assoziationen motivieren einerseits, wenn sie als Paar erkannt und gefunden werden, andererseits durch die häufig damit verbundenen Erinnerungen. Vorteilhaft ist auch die meist kurze Spieldauer, was schnelle Erfolgserlebnisse schafft und Lust auf eine Wiederholung macht.

 

Memory im digitalen Zeitalter

Natürlich gehört das Spiel inzwischen auch zu den Spieleangeboten für Smartphones und andere elektronischen Geräte. Die Anzahl der zu findenden Paare liegt klassisch bei 32 (manchmal auch mehr), jedoch geht es beim digitalen Memory um Geschwindigkeit. Eine Stoppuhr bestimmt den möglichen Erfolg. Ob mit Karten auf dem Tisch oder im Handy: Der Spielreiz ist immer der gleiche und wird praktisch nie langweilig. Denn wer sich eben noch an die meisten Paare erinnern konnte, wird möglicherweise schon in der nächsten Runde von jemandem übertrumpft. Ganz nebenbei lassen sich während der Spielerunden soziale Kontakte knüpfen und vertiefen. Das hat familiäre, aber auch gesellschaftliche Vorteile für alle Mitspieler.

 

Fazit:
Trotz einer wahren Flut an neu entwickelten Spielen und trotz ständig neuer Spielideen gehört Memory zu den zeitlos populären Klassikern. Es fördert auf spielerische Weise das Gedächtnis, bringt Menschen zusammen und kann bei Bedarf auch für Therapiezwecke angepasst werden. Kinder haben mit dem Spiel ein fröhliches Vorschultraining, Erwachsene können testen, ob sie geistig fit sind, und Menschen mit Handicaps beim Erinnern trainieren ohne Leistungsdruck die beeinträchtigten Hirnareale. Hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten ist die Bandbreite schier nicht zu übersehen. Sie kann dem gewünschten Spielzweck mit Karikaturen, Fotos und – nach Belieben – Beschriftungen angepasst werden.

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