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USB – Mit dieser Schnittstelle kam die Zukunft

Blicken wir 20 Jahre zurück, landen wir bei Windows 95, Preisen von 10 Cent pro Minute für die Internetnutzung und auch das VErsenden einer e-Mail kostete Geld. Kaum ein deutscher Privathaushalt verfügte über einen Anschluss zum Netz. Auf der Messe Cebit 1996, wurde das Internet erstmals serientauglich vorgestellt. Eine Erfindung stammt ebenfalls aus dem Jahr 1996, die besondere Schnittstelle mit dem Namen USB (Universal Serial Bus) ging auf den Markt und sollte die Faktoren der Verbindung von Endgeräten revolutionieren. Bis heute ist der Einfluss unverkennbar mit an der schnellen Entwicklung beteiligt.

Wie entwickelte sich der Anschluss?

Zum Release auf dem Markt lag der Sinn des Anschlusses darin, Geräte einfach mit dem Computer verbinden zu können. Vor der Erfindung der neuen Schnittstelle, welche bis heute in drei verschiedenen Generationen erschien, gab es unterschiedliche Anschlüsse für Drucker, Tastaturen, Mäuse und andere Ein- und Ausgabegeräte. Um ein Gerät wie den Drucker dem Computer zu verbinden, musste es angeschlossen werden, die nötige Software installiert und das System neu gestartet.

Mit der Erfindung des USB-Anschlusses war dem ein Ende gesetzt. Heute nutzen fast alle Geräte den Anschluss USB 2.0 mit einer Übertragung von maximal 480 Bit/s. Nach und nach wird sich die 20114 erschienene Version 3.1 durchsetzen. Die Spitzengeschwindigkeit bewegt sich dann um 10 GBit/s.

Geräte die das Prinzip nutzen

Die Verbindung ermöglichte die Verwendung einiger Geräte an sich. Der USB-Stick, ein Dongle (Antenne) zum Surfen, externe Festplatten, Ventilatoren für den Arbeitsplatz, Ladegeräte für Lampen, Tastaturen, Mäuse, und viele andere. Einzig bei der Übertragung von akustischen Signalen und optischen Signalen wird noch auf spezielle Anschlüsse gesetzt.

Der Markt passte die Anschlüsse an die verschiedenen Geräte an. Bei schmalen Mobiltelefonen oder sehr flachen MP3-Playern, setzten die Hersteller am Gerät auf die Formate Micro- oder Mini-USB, welche sich durch kleinere Maße auszeichneten, die Übertragungstechnik und Steckbuchsen zum Rechner allerdings ohne Adaptierung nutzen konnten. Dafür wurde ein Kabel mit einem passenden Ausgang für den Rechner und einen passenden Stecker für die entsprechenden Geräte genutzt.

Wireless USB?

Kabelloses USB klingt zunächst, wie der alte Kalauer, das „W-Lan Kabel“. Das Prinzip ist allerdings sehr sinnvoll und verspricht viel Freiraum. Eine kabellose Maus oder Tastatur wird z.B. nicht mehr direkt an den Rechner angesteckt. Im Lieferumfang zu den Eingabegeräten befindet sich ein einfacher und unauffälliger Stecker, welcher am Port befestigt wird. Dieser kommuniziert über Funk mit den entsprechenden Eingabegeräten.

Strom kann noch nicht gezielt per Funk übertragen werden, so dass bei den Funk-USB Geräten Batterien getauscht oder Akkus geladen werden müssen. Die Idee erspart viel Kabelsalat und ermöglicht Spielraum, so dass die Verwendung der Tastatur und Maus auch einige Meter vom PC oder Notebook entfernt stattfinden kann.

Mit USB enormer Vorstoß zur Interfunktionalität

USB war ein Schritt in eine wichtige Richtung hin zur Interfunktionalität der Geräte. Wo vorher veraltete oder unpassende Treiber eine einfache Verwendung unmöglich machten, sind wir nun im Zeitalter des USB-Anschlusses nicht mehr auf bestimmte Steckplätze oder Treiber angewiesen. Geräte funktionieren direkt nachdem diese angeschlossen werden und kommunizieren somit auch untereinander.

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