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USV

Hinter dem Kürzel USV verbirgt sich der Begriff unterbrechungsfreie Stromversorgung, denn diese ist für verschiedene Geräte oder Maschinen unerlässlich. So müssen zum Beispiel bestimmte Netzwerke, Server oder Router 24 Stunden am Tag und jeden Tag des Jahres uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Um diese Systeme vor einem Stromausfall oder einer kurzfristigen Unter- oder Überspannung zu sichern, werden USV Netzgeräte zwischengeschaltet, die vom International Engineering Consortium und der Europäischen Union in drei Kategorien eingeteilt werden.

Günstige USV Netzgeräte für den Privatmann

Die günstigsten USV Netzgeräte sind die sogenannten Standby- oder Offline USVs, die zur Kategorie 3 gezählt werden. Sie sichern das vorhandene System gegen Stromnetzausfälle oder gleichen kurzfristige Spannungsschwankungen in beide Richtungen aus. Jedoch können sie keine Über- oder Unterspannung ausgleichen. Die Umschaltdauer zwischen dem ursprünglichen Netzbetrieb und dem USV Netzgerät beträgt zwischen 4-10 Millisekunden, weshalb oft Störspannungen oder Überlastungen gar nicht erkannt werden. Die als Offline USVs bezeichneten Netzgeräte gehen automatisch in Betrieb, sind allerdings nicht für alle Endgeräte wie Laserdrucker geeignet, weil diese eine eine induktive Last haben. Darum werden auch für Privatpersonen oder Betreiber kleinerer Netzwerke Verbraucher empfohlen, die ihrem Zweck entsprechen und sich als unempfindlich im langfristigen Gebrauch erweisen. Das gilt zum Beispiel für die Besitzer von separaten Computern mit ihren Peripherie-Geräten oder den Betreibern von kleinen TK-Anlagen. Die günstigen Offline USVs können den dauerhaften Betrieb für 95 Prozent der Zeit sicherstellen.

 

Netzinteraktive USV gleichen Spannungsschwankungen aus

Ähnlich wie die Standby USVs funktionieren auch die Netzinteraktiven USVs, denn sie können neben dem Stromnetzausfall auch Spannungsschwankungen sowie kurzzeitige Spannungsspitzen ausgleichen, die ebenso schädlich für ein Netzwerk sein können. Allerdings schalten sie innerhalb von 2-4 Millisekunden auf einen Batteriebetrieb um, während die Zurückschaltung ohne jeglichen Zeitverlust möglich ist. Die netzinteraktiven USVs können den Dauerbetrieb bis zu 98 Prozent sicherstellen, wobei diese Rate niedriger liegt, wenn ein Ausgangswandler aktiv wird. Wer in Gegenden wohnt, in denen Spannungsschwankungen häufiger der Fall sind, sollte sich auf jeden Fall für ein netzinteraktives USV Netzgerät entscheiden. Bei größeren TK-Anlagen oder umfassenden Netzwerken sollte ein netzinteraktives USV der Kategorie 2 gewählt werden.

 

Online USV ist für sensible Netzwerke geeignet

Jedoch ist diese Kategorie nicht für den Schutz überaus empfindlicher Systeme geeignet. Während des Betriebs lädt sich gleichzeitig die Batterie auf, wobei die Eingangsspannung in der Regel von 160-290 Volt reicht. Allerdings entspricht die ausgehende Spannung der Sinuskurve. Zudem verfügt dieser erzeugte Strom über eine bessere Qualität als der Strom, der aus der Steckdose kommt. Diese echten Stromgeneratoren sorgen für einen ständigen Stromfluss ohne jegliche Störspannungen, Frequenzstörungen, Spannungsverzerrungen oder elektromagnetische Einflüsse. Dabei gibt es USV Netzgeräte, die eine galvanische Trennung nutzen. Ein Trenntrafo filtert Störungen über den Null- oder Erdfilter. Außerdem sind diese Systeme mit einem sogenannten statischen Bypass ausgestattet, auf den die angeschlossenen Geräte umgelenkt werden. Während des Dauerbetriebs wird die Spannung ständig gewandelt, was zu einem Verlust an Elektrizität führt wie auch Wärme erzeugt wird. Darum liegt der Wirkungsgrad oft nur bei 90 Prozent und durch den Dauerbetrieb liegt die Lebensdauer der Batterie zwischen 3-4 Jahren. Diese Online USVs sind in der Anschaffung jedoch teuer.

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